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Anne - aus meinem Leben


Geboren wurde ich am 10.8.1983 im schönen Gera, für ein kleines Kind ein unheimlich interessantes Territorium. Wir wohnten im neueren Stadtteil Lusan (Wiesen, Wälder, Maisfelder und Plattenbauten). Mir als Kind gefiel diese Gegend, meinen Eltern allerdings etwas weniger. Dementsprechend wurde ich mit 10 Jahren von diesem idyllischen Ort in einen anderen nicht weniger idyllischen Ort transportiert, in ein Eigenheim in Pölzig, über thüringische Grenzen hinweg bekannt als Fruchtsaft und - wein Metropole.

Verbunden mit dieser Veränderung war auch ein Schulwechsel von der Grund- in die Regelschule, was mich natürlich ungemein erwachsen machte. Allerdings gab ich auch meine Karriere als Melodika und Flötenspielerin auf. Es folgten sechs Jahre der inneren Ruhe in meist sehr faszinierenden Mathe-, Englisch-, Biologie-, Sozialkunde- und vor allem Musikstunden.

Andere Fächer seien aus Platzgründen außen vor gelassen. Weiterhin wäre meine sechsjährige Teilnahme an der Theatergruppe und dem Schulchor zu nennen, welche mich zu Höchstleitungen gebracht haben. Außerdem begann ich mit dem Gitarrespielen. Abgeschlossen habe ich diese Zeit mit meinem Realschulabschluss, der ziemlich gut lief.

Ich entschloss mich nochmals drei Jahre dranzuhängen, um mein Abitur zu machen, was mir mit den Leistungskursen Mathe und Biologie auch gelang. Eine entbehrungsreiche Zeit, die mir manchmal meine Nerven stark strapazierte. Abwechslung fand ich im Badminton spielen, was ich später allerdings aufgab, um mich voll auf mein Abitur konzentrieren zu können, was höhere Priorität hatte. Dennoch fasste ich während meinem letzten Abijahr den Entschluss ein Studium zu beginnen. Im Oktober 2002 landete ich schließlich in der Westsächsischen Hochschule Zwickau, wo ich Woche für Woche mit der öffentlichen Wirtschaft, mit den Schwerpunkten Gesundheitswesen und Unternehmensführung, kämpfte. Das hatte ein Ende als ich mich entschloss die Wirtschaft sich selbst zu überlassen und mich einem anderen, praktischerem Thema zu widmen: unserer Umwelt. Seit dem 1. Oktober bin ich nun Studentin der angewandten Umweltwissenschaften in der Friedrich Schiller Universität Jena. Anfangs war das ein gewisse Umstellung, man bedenke die Größe die eine Universität mit sich bringt, sowie die Masse an Studenten die sich wie kleine Lemminge durch die Stadt bewegen. Voller Hoffnung blicke ich nun auf eine Zukunft, die .... na ja wer weiß das schon?

Während dieser ganzen Zeit konnte ich mich auf alte und neugewonnene Freunde und meine Familie verlassen, ohne die ich jetzt nicht da wäre, wo ich bin. Verbunden mit dieser Zeit war auch das Ausbrechen des Voit`schen Virus, das zwanghafte Anschaffen von Haustieren. Wenn er einmal ausgebrochen ist, wird man ihn nicht mehr los und so kam es zu einem sprunghaften Anstieg unserer Hausbewohnerzahl. Wir mussten das eine oder andere mal einen Rückschlag in Kauf nehmen, wozu auch der Tod meines geliebten Bunny gehörte, aber dennoch hielten wir an unserem Traum des mini Zoos fest zu dem inzwischen: 2 Hunde, 7 Landschildkröten, 9 Wasserschildkröten, 1 Hase, 8 Vögel, 2 Katzen und neuerdings 2 Hamster gehören.